Ein Ausländer braucht in Thailand zum legalen Arbeiten eine Arbeitsgenehmigung.
So wie ein Ausländer in Deutschland auch, nur ist diese in Thailand
ungleich schwieriger zu kriegen.
Wer in Thailand beim Arbeiten ohne dieses kleine blaue Buch erwischt
wird, geht gleich erstmal in den Knast, Punktum! Da kann man dann bleiben
bis zu einer Verhandlung oder man bezahlt eine Kaution um rauszukommen
und wird anschließend des Landes verwiesen, so einfach ist das.
Diese Kaution bewegt sich meistens zwischen 2000,- und 4000,- Euro aber
nach oben sind keine Grenzen gesetzt.
Die Definition ob man nun arbeitet oder nicht, wird übrigens von
dem jeweiligen Immigrations oder Polizeibeamten festgelegt der einen
festnagelt, nicht von dem Ausländer selbst.
Sprüche wie
"Ich arbeite ja nicht" wie sie von
vielen Barbesitzern zu hören sind, werden da sehr schnell Lüge
gestraft.
Eine Arbeitsgenehmigung ist auch nicht zu verwechseln mit dem sogenannten
Business Visa, dem Non Immigrant "B". Dieses Visa ist
nur eine der Voraussetzungen für eine Arbeitsgenehmigung.
- Eine Arbeitsgenehmigung kann immer nur von einer Firma und
nicht vom Ausländer selbst beantragt werden. (siehe Firmengründung).
Die Firma muß dabei in einem Schreiben begründen, warum
sie für diese Arbeit einen Ausländer benötigt und warum
die Arbeit nicht von einem Thai gemacht werden kann. Wer also glaubt
er könnte einen kleinen Handwerksbetrieb aufmachen oder als Maurer,
Klempner oder Autoschlosser in Thailand arbeiten, liegt falsch. (Siehe
"Arbeiten in Thailand")
- die ABG definiert genau bei welcher Firma, an welchem Ort und welche
Arbeiten man verrichten darf. Wer außerhalb seines Territoriums
erwischt wird, geht auch meist erst mal in den Knast, wobei diese
Fälle eher selten sind.
- EIne Arbeitsgenehmigung wird neuerdings immer für 1 Jahr ausgestellt und ist damit unabhängig von der Gültigkeit des Einreisestempels (90 Tage)
- Für jede Arbeitsgenhemigung muß die Firma vier thailändische Arbeitskräfte einstellen. (Wird an verschiedenen Orten evtl. unterschiedlich gehandhabt).
- Wer eine Arbeitsgenehmigung hat, der arbeitet auch und muß
daher auch Steuern zahlen. Dabei geht Thailand davon aus, daß
ein Ausländer nicht unter Preis arbeitet und der zu versteuernde
Mindestverdienst liegt bei ca. 30000,- Baht/Mon. (regional verschieden)
Das macht monatliche Steuern von ca. 1500,- Baht aus. Wer die Steuern
nun bezahlt, die Firma oder man selbst, ist Verhandlungssache.
- Hier eine vorläufige Liste der Dokumente die man bringen
muß um eine ABG zu beantragen:
- Ausgefülltes Antragsformular (in Thai!)
- Kopie von jeder beschriebenen Seite des Reisepasses mit Visa
- Quallifikationsnachweis für die Arbeit (Gesellenbrief etc.)
- Alle Firmenpapiere des Arbeitgebers (ca. 20 A4 Seiten)
- Eine Grafik über die Hierarchie der Firma
- Eine Karte (selbstgemacht) auf der der Arbeitsort und die nähere
Umgebung eingezeichnet ist.
- Ggf. Heiratsurkunde
- letzter Steuerbescheid (Bilanz) der Firma
- Bescheinigung warum die Arbeit nicht von einem Thai gemacht
werden kann.
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