Einigen Beiträgen in unserem Forum zu folgen, scheint es eine
ganze Menge Leute zu geben, die das ganze Internet nach einem Stückchen
Land oder einem Haus in Thailand absuchen. Offensichtlich glauben diese
Leute daß man einen langfristigen Aufenthalt wie einen Urlaub
mal eben buchen kann. Dem ist nicht so! Ich möchte daher hier noch einmal die einzig logische und vernünftige
Verfahrensweise ansprechen:
1. Tag: Anreise in Thailand und einchecken in irgendeinem
Hotel oder Resort.
Günstige Pauschalreisen für die ersten Tage in Thailand gibt es hier! (immer erst kurzfristig buchen, das ist viel günstiger).
2. - 5. Tag: Moped oder Auto mieten und durch alle Straßen
fahren und ein Haus oder Wohnung zum mieten suchen. Evtl. in deutschen
Kneipen, Tauchschulen oder bei anderen "Expats" nachfragen
ob die wissen wo gerade etwas frei ist.
Spätestens am 5. Tag sollten Sie etwas in der Preisklasse
von 3000,- bis 8000,- Baht/Monat oder weniger gefunden haben und ziehen
ein. Im oberen Rahmen dieser Preisspanne sollte die Wohnung bereits
möbliert sein, so daß Sie keine Möbel etc. kaufen
müssen. Was man bei so einer Suchaktion alles an Häusern findet, habe ich hier beschrieben.
Eine Zeitlang "Probewohnen" und sich akklimatisieren
und sich mit Nachbarn & anderen Ausländern bekannt machen.
Wer wirklich länger bleiben und ein Stück Land kaufen,
mieten oder bebauen möchte kann dann langsam anfangen etwas passendes
zu suchen. Nichts überstürzen! Man kann diese Zeit auch
Erstmal nutzen sich eine andere Wohnung zu suchen, wenn einem die
erste nicht gefällt.
Bitte bedenken Sie folgendes: Ein Thai,der irgendwo ein Stück
Land besitzt und es verkaufen möchte wird keine Webseite darüber
machen. Sie werden solche Angebote also mit Sicherheit nicht im
Internet finden. Gleiches gilt für einzelne Häuser oder Wohnungen
die zwischendurch mal frei werden. Da hängt man maximal ein Schild
raus: "For Rent" und nach ein paar Tagen findet sich
ein Nachmieter oder Käufer. Internetseiten mit diversen Objekten werden immer dann gemacht
wenn es sich um ein Kondominium oder eine neue Wohnanlage
handelt und ein Investor/Makler Käufer oder Mieter dafür sucht.
Solche Objekte sind natürlich darauf ausgerichtet um damit Geld
zu verdienen und sind somit meistens entsprechend teuer. Man scheint
es dabei insbesondere auf Rentner abgesehen zu haben die einen Altersruhesitz
suchen. Wenn Sie zuviel Geld haben können Sie sich natürlich
ruhig auf ein solches Objekt einlassen. Eine gute Adresse um solche Wohnungen zu finden sind unter Umständen
auch die deutsch oder engl. sprachigen Zeitungen. (Anzeigen)
Als ich diesen Artikel im März 2006 schrieb, mal ein kurzer Blick
in die Phuket
Gazette :
Lake-view apartments in Kathu.
Fully furnished with aircon, fridge, cable TV, hot water and car
park. Rent 200 baht a day. (=6000/Monat)
Modern studio apartment
off Nanai Rd. Newly renovated, fully furnished incl. TV, fridge,
hot shower, fan and kitchenette; baht 6,500/month for long-term
rent; ADSL Internet available.
HOCHWERTIG MOEBILLIERTE
STUDIOWOHNUNG, 40 QUADRATMETER, mit ueberdachten Balkon, Badezimmer
mit Heisswasserdusche, Deckenventilator und Klimaanlage, Kuehlschrank,
Fernseheher (dt. Welle/Kabelanschluss), kleine europaeische Einbaukueche
mit elektrischen 4 Plattenherd, Dunstabzugshaube, und grossen Backofen,
und vieles weitere mehr, ab 01.05.2006, eventuell schon ab 01.04.2006,
an langfristigen Mieter fuer 5500 Baht/Monat zu vermieten.
Mietkaution: 5500 Baht. Die Wohnung liegt 500m vom Jomtienstrand
entfernt, verfuegt ueber Swimming-Pools, sehr grossen tennisplatz,
Restaurant, kleiner Supermarkt, und ist 24 Stunden bewacht. Tel.:
xxxxxxxxx (deutsch/Privatvermietung).
Fazit:
Es gibt also immer genug solcher Wohnungen &
Häuser zum Vermieten aber man muß vor Ort sein um
sie zu besichtigen und ggf. zu übernehmen. Von Deutschland aus
im Voraus zu buchen ist sicherlich die falsche Lösung.
Die in den o.a. Zeitungen angebotenen Wohnungen sind natürlich
nicht alles, da die meisten Objekte von Bekannten oder "Fragern"
gleich wieder gemietet werden, bevor sie in irgend einer Zeitung erscheinen.
Man findet viel mehr "auf der Straße" oder durch Fragen!