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Die medizinische Versorgung in Thailand kann man durchaus als gut bis sehr gut bezeichnen. Jedenfalls gilt das grundsätzlich für Gegenden rund um die touristischen Hochburgen wie Bangkok, Pattaya und Phuket. In all diesen Orten gibt es nämlich private Kliniken wie das Phuket International Hospital oder das Bangkok Pattaya Hospital die sowohl vom Personal als auch von der jeweiligen Technik her auf dem neusten Stand sind und durchaus mit Krankenhäusern in Deutschland konkurrieren können oder sogar besser sind.

Schon beim Betreten dieser Kliniken hat man eher das Gefühl in ein Hotel zu kommen als in eine Klinik. Das Gefühl wird in den Krankenzimmern bestätigt, die auch eher einem Hotelzimmer gleichen, als einem Krankenzimmer. Man braucht im Prinzip auf nichts zu verzichten: Klimaanlage und TV sind sowieso selbstverständlich, außerdem gibt es meistens noch eine gemütliche Sitzecke und eine Schlafgelegenheit für einen Familienangehörigen.
Nicht umsonst hat sich daher auch in Thailand in den letzten Jahren eine Art "Medizintourismus" entwickelt, wo Leute aus aller Welt für spezielle Operationen nach Thailand kommen. Meistens natürlich für Schönheitsoperationen oder für Zahnersatz.

Operationen dieser Art sind müssen natürlich aus der eigenen Tasche bezahlt werden aber sie sind auch billiger als etwa in Deutschland.

Außerhalb der touristischen Hochburgen gibt es in allen größeren Orten natürlich auch die normalen, staatlichen Kliniken, wovon einige durchaus einen guten Ruf genießen, andere aber eher den Ruf einer Metzgerei nach sich ziehen. Man sollte sich daher ein wenig am Aufenthaltsort umhören, welche Kliniken einen guten Ruf haben und welche man eher meiden sollte. Auch kann man sich mit Freunden und Bekannten absprechen, dass die einen im Notfall eventuell in eine andere Klinik bringen als die, in die man nach einem Unfall vielleicht erst mal eingeliefert wurde, für den Fall das man selbst nicht mehr Herr seiner Sinne ist.

Für eine gute medizinische Versorgung sollte man unbedingt eine Krankenversicherung für Thailand abschließen. Auch wenn die Krankenhäuser billiger sind als in Deutschland, kann eine mehrtägige oder gar mehrwöchige Behandlung, etwa nach einem Unfall ein gewaltiges Loch in die private Kasse reißen. Lesen Sie hier die Informationen zur richtigen Krankenversicherung für Thailand.

Chronisch Kranke, wie zum Beispiel Diabetiker, haben oft das Problem keine Krankenkasse zu finden, die die Kosten im Ausland übernehmen will. Eventuell kann man die jeweilige Krankheit aber aus der Versicherung ausschließen und sich die notwendige Medizin in Thailand selber kaufen.
Medizin, auch verschreibungspflichtige, ist in Thailand grundsätzlich in allen Apotheken frei verkäuflich und auch deutlich billiger als in Deutschland. Man kann sich daher auch als Diabetiker die Tabletten oder Spritzen selber kaufen und braucht damit nicht die Versicherung zu belasten.
Tabletten für Diabetiker kosten zum Beispiel zwischen 8,- und 80 Baht pro Stück (je nach Dosis) und Insulinspritzen (Pens) für mehrmalige Anwendung zwischen 400,- und 800,- Baht.

Die Ambulante Behandlung ist in Thailand ebenfalls sehr günstig und kann leicht aus eigener Tasche bezahlt werden. Es gibt daher auch die ein oder andere Krankenversicherung, die die ambulanten Kosten gar nicht mit abdeckt und dafür etwas billiger in den Beiträgen ist. Zur ambulanten Behandlung zählen dabei auch Zahnärzte, Hals, Nasen und Ohren Ärzte, Augenärzte und andere Fachärzte, die normalerweise ambulante Behandlung anbieten. Vorsicht ist hier allerdings in den touristischen Hochburgen geboten, denn hier verlangen die niedergelassenen Ärzte durchaus eine Art Touristenzuschlag. Ein Basispreis von ca. 500,- bis 1000,- Baht pro Erstbehandlung oder Konsultierung sollte man da schon einrechnen, Folgebehandlungen werden schon wieder etwas günstiger.
Wenn man irgendwo in der Provinz zum Arzt geht kostet alles etwa nur die Hälfte.

Zumindest in Pattaya, Phuket und Bangkok gibt es auch deutschsprechende Ärzte, die entweder selbst Deutsche oder Schweizer sind oder Thailänder, die in Deutschland studiert haben. Man kann sich also zur Not auch auf Deutsch durchschlagen. Ärzte, die zumindest ein paar Brocken Deutsch reden können, kenne ich auch aus Koh Samui und Ao Nang in Krabi.

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