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Leben in Thailand

Wie wird die kommende Saison 2015/16?


Seit Mitte Oktober 2018 bin ich nun wieder vor Ort in Krabi und es wird Zeit, die touristische Lage ein wenig zu sondieren.

Im Juni diesen Jahres sank in der Nähe von Phuket die Phönix. Das war ein Ausflugsschiff mit einer großen Anzahl chinesischer Touristen an Bord, die auf dem Rückweg von den Racha Islands waren. Bei dem Unglück starben 47 chinesische Touristen.

Das hat wohl zu einem starken Einbruch der Touristenzahlen aus China geführt. Und in der Tat: Wenn man sich am Strand (Ao Nang) mal umsieht, sieht man zur Abwechslung wieder viele europäische Gesicher..

Rückgang bei den chinesischen Touristen

Der Busparkplatz am Noppharat Thara Beach, wo normalerweise die Tourbusse der Chinesen parken, ist fast leer. Normalerweise ist er um diese Jahreszeit bereits voll.

Asiatische Touristen so weit das Auge reicht. Thailand Saison 2015-2016
Hauptsächlich chinesische Touristen brechen am Noppharat Thara Beach zu ihren Touren mit Booten auf

Dieser Einbruch bei den Touristenzahlen, hat die zuständigen thailändischen Behörden in eine Art Panikmodus versetzt. So wurden gerade im November kurzfristig verschiedene Visaerleichterungen beschlossen, die aber hauptsächlich nur den Chinesen zu Gute kommen.

Vorübergehende Visa Erleichterungen

So wurden zum Beispiel die Gebühren für das Visa on Arrival von 2000 Baht auf 0 gesenkt und diverse Discounts beim Shoppen in bestimmten Läden beschlossen. Ebenso wie eine Vereinfachung der Mehrwertsteuerrückerstattung für Touristen

Das Visa on Arrival ist für uns Europäer aber uninteressant. Viel interessanter ist eine zweite Regelung, die das bisherige Limit von max. 2 Einreisen pro Jahr ohne Visum (auch auf dem Landweg) aussetzt. Jedenfalls zunächst für 2 Monate.

Zahlreiche Ausweisungen von Ausländern

Etwas Kontraproduktiv zu den Touristenzahlen dürften dagegen die Aktionen, die der Chef der Einwanderungsbehörde (Immigration), "Big Joke" derzeit fährt. So wurden in den letzten Wochen tausende(!) Ausländer des Landes verwiesen, die in irgend einer Art und Weise gegen die Visums oder Aufenthaltsgesetze verstoßen haben. In wöchentlichem Abstand werden immer die Zahlen der neu Verhafteten bekannt gegeben, jeweils mehrere hundert. Auch zwei meiner Bekannten hat es bereits erwischt.

Diese Festnahmen betreffen aber nicht ausschließlich Deutsche oder andere Europäer (Farrangs), sondern vor allen Dingen burmesische Arbeitsimmigranten sowie Leute aus Afrika, Russland und dem mittleren Osten, die teilweise krimminellen Machenschaften nachgehen.

Die Verstöße, die zur Ausweisung führen, reichen dabei von Überziehung des Visums oder unerlaubter illegaler Einreise, bis hin zu Arbeiten ohne Arbeitsgenehmigung (Workpermit), Steuerhinterziehung oder andere kriminelle Tätigkeiten.

Vereinfachung der Regeln für die Arbeitsgenehmigung

Wo wir schon mal bei der Workpermit sind: Die Regelungen dafür wurden im Laufe des Sommers etwas aufgeweicht. Wenn man jetzt einmal eine Workpermit hat, ist man nicht mehr auf einen bestimmten Ort und an eine bestimmte Arbeit gebunden. Man kann dann in ganz Thailand jede beliebige Arbeit ausführen, die nicht auf der Verbotsliste für Ausländer steht. Aber auch diese Liste wurde etwas abgespeckt.

Im Gegensatz zu den oben genannten Visa Erleichterungen, gibt es derzeit aber Probleme in Deutschland mit der Visa Erteilung durch das Generalkonsulat in Frankfurt. Dort wird für ein längerfristigen Visum, Non Immigrant oder Tourist, mit multiplen Einreisen jetzt ein Mietvertrag verlangt. Ich hatte hier bereits darüber berichtet.

Es ist besser und einfacher, wenn sich so ein Visum bei einem der Honorarkonsulate holt.