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Eine Thaifrau heiraten

Hier einige Tips und Informationen zur Eheschließung mit einem Thaipartner.

Das Brautgeld

Um eine Thaifrau zu heiraten zu können, muß man sie normalerweise bei den Eltern gegen einen bestimmten Betrag "auslösen". Dieser Betrag, auch als "Brautgeld" oder "Milchgeld" bezeichnet, wird um so höher, je höher der Stand der Familie in der Gesellschaft ist. Ein armes Mädchen aus ländlicher Gegend im Issan kostet dabei vielleicht so um die 20.000 bis 50.000,- Baht wärend bei höher gestellten (reicheren) Familien auch Beträge von mehreren hundert Tausend oder gar Millionen Baht keine Seltenheit sind. Das ist so, wie bei uns die Mitgift, nur eben umgekehrt.

Die Buddha Hochzeit:

Wer nach Thailand auswandert und dort längere Zeit lebt, wird sich früher oder später auch mal in eine Tochter des Landes verlieben und sich mit der Frage nach einer Heirat auseinandersetzen müssen. Wer nicht unbedingt die finanziellen und rechtlichen Nachteile einer normalen Eheschließung auf sich nehmen will und nicht mit dem Gedanken spielt die Angebetete irgendwann eimal auf Dauer mit nach Deutschland zu nehmen, kann versuchen sich mit einer Buddha Hochzeit aus der Affäre zu ziehen.
Die Buddha Hochzeit gleicht in Deutschland der kirchlichen Trauung, hat aber keine rechtlichen Konsequenzen bezüglich Gütertrennung etc. Das heißt die Hochzeit wird nicht beim Amt eingetragen. Man kann dann natürlich auch keine Vorteile, etwa bezüglich der Aufenthaltsgenehmigung (Visum) daraus ziehen. Die Thais selbst sind, zumindest wenn sie aus eher ärmlichen Verhältnissen stammen, mit dieser Variante zufrieden und einverstanden. Sie sind jetzt mit einem Farrang verheiratet und das war's...

In Deutschland heiraten:

Um in Deutschland eine Thaifrau zu heiraten, braucht die Dame erstmal ein Fiance Visum (Visum zur Eheschließung) um überhaupt nach Deutschland reisen zu können. Eine Hochzeit in Deutschland mit dem Touristenvisum ist normalerweise nicht möglich. Die Papiere, die für die Visumausstellung bei der Botschaft erforderlich sind, sind in etwa die gleichen wie die, die später auch beim deutschen Standesamt für die Eheschließung benötigt werden:

Reisepass, Geburtsurkunde, Ledigkeitsbescheinigung, Hauspapier (Tabien Baan), Krankenversicherung für Deutschland (ADAC), ggf. noch eine Bescheinigung über frühere Namensänderungen.

Die thail. Dokumente sollten am besten noch in Thailand von einem vereidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzt und von der deutschen Botschaft legalisiert werden.

Das "Heiratsvisum" wird normalerweise für 3 Monate ausgestellt und kann vor Ort in Deutschland nochmal um 3 Monate verlängert werden. Man sollte also mit der Hochzeit nichts über's Knie brechen aber auch nicht zu lange warten, da nach der Anmeldung beim Standesamt die Papiere in der deutschen Beamtemmühle noch überprüft werden müssen. (6 - 8 Wochen).

In Thailand heiraten:

Um als Deutscher in Thailand zu heiraten, braucht man neben dem Reisepass und Geburtsurkunde ein Ehefähigkeitszeugnis. Dieses wird beim zuständigen Standesamt in Deutschlen nur für die Hochzeit mit einer bestimmten Person ausgestellt und dafür bedarf es genau der gleichen Papiere von der Thaifrau, wie sie sie auch für eine Hochzeit in Deutschland benötigt hätte (siehe oben). Für das thailändische Standesamt braucht man dann noch eine Konsularbescheinigung, die bei der deutschen Botschaft in Bangkok gegen Vorlage des Ehefähigkeitszeugnisses und der Angabe einiger Personalien ausgestellt wird. Hat man alle Papiere zusammen, kann man bei jedem thail. Standesamt auch ohne Voranmeldung heraten.

Um die thail. Ehefrau dann auch mit nach Deutschland nehmen zu können bedarf es dann noch eines entsprechenden Visums zwecks "Familienzusammenführung".
Seit einigen Monaten müssen die Thais aber trotz Heirat noch eine Deutschprüfung und Lehrgang absolvieren, bevor die Deutsche Botschaft in Bangkok das Visa auch ausstellt.

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